Go back

Historisches Silo trifft auf smarte Technologie

Home Stories

09.08.2018

Historisches Silo trifft auf moderne Technologie

Wie das gigantische, industrielle “Der Grijze Silo” zu einem nachhaltigen und modernen Zuhause wurde

15 Jahre ist es her, dass Anjo van den Brink sich freiwillig meldete, um während des “Open Monument Day” als Türsteher zu arbeiten. Sein Arbeitsplatz: Das Dach eines alten Getreidesilos im Hafenviertel der niederländischen Stadt Deventer. Anjo kannte das Gebäude schon zuvor. Schließlich hatte der graue Gigant die Skyline der Stadt seit 1961 bestimmt. Dass das Silo eines Tages sein Zuhause werden sollte, hatte er sich bis dahin aber sicher nicht träumen lassen. Doch an diesem Tag, als er die umliegende Landschaft bestaunte, kam ihm ein Gedanke: Wie fantastisch wäre es, jedem Morgen mit diesem Blick aufzuwachen?
Spult man 15 Jahre vor, trifft man Anjos Partnerin, José van de Griendt, wie sie am unteren Ende des Silos Gäste begrüßt. Von außen mag das industrielle Gebäude immer noch verlassen aussehen, aber innen hat es sich in ein großzügiges, persönliches und farbenfrohes Zuhause verwandelt. Mit einer klaren Vision, einer Wagenladung Entschlossenheit und einer ansehnlichen Schwäche für industriellen Schick schafften es Anjo und José, das alte Silo in einen nachhaltigen Lebensraum zu verwandeln. Dass technisches Know-how alltäglichen Komfort erlaubt, tut dem alten Charakter des Silos dabei keinen Abbruch.

Mehr lesen

José, Anjo, nicht viele Menschen würden ein gigantisches, altes Getreidesilo kaufen und es erfolgreich in ein Zuhause verwandeln. Wie kam es dazu?

Anjo: Wir haben uns entschlossen, dieses Projekt anzupacken, weil wir eine Leidenschaft für industrielles Design haben und uns sehr gut vorstellen konnten, hier zu leben. Klar, wir wussten, dass Herausforderungen auf uns zukommen würden, die das gesamte Projekt ruinieren konnten. Aber wir hatten einen Plan B: Hätte es nicht hingehauen, hätten wir einfach einen Wohnwagen aufs Dach gestellt und dort gelebt!

Warum war es euch wichtig, das Gebäude zu erhalten?

José: Das Silo ist sehr charakteristisch, wir sind nicht die einzigen, die denken, dass es wunderschön ist. Es gibt viele Menschen in Deventer und der Umgebung, die das Gebäude lieben.
Anjo: Das Grijze Silo bestimmt das Erscheinungsbild der Stadt, es hat einfach eine unverrückbare, prominente Position in der Skyline: Es ist eines der ersten Gebäude, die man sieht, wenn man von Westen kommend auf Deventer zufährt. Es ist schwer, zu verstehen, was es für die Stadt bedeutet, aber es geht auch um den Wert, den man dem Gebäude selbst beimisst Für uns ist es ein Zuhause, ein sicherer Hafen.

Wie lang hat der ganze Prozess gedauert, vom ersten Tag auf dem Dach des Silos bis zur Renovierung?

Anjo: Mehr als 15 Jahre! Viele Menschen haben sich mit ihren Ideen zur Transformation des Silos eingebracht. Aber wir waren doch sehr eingeschränkt, als es an die tatsächliche Umsetzung ging. Das Gebäude hat nunmal eine vorgegebene Struktur. Wände einzureißen war deshalb keine Option.
José: Letztlich kristallisierte sich ein einzelner Wohnsitz als machbarste Option heraus. Die Gemeinde gab uns dann auch die Chance, das zu realisieren.

Was waren die größten Herausforderungen und Meilensteine während der Renovierung?

José: Das drängendste Projekt war, die Betonstruktur des Silos zu reparieren. Bevor wir mit der Renovierung begannen, war es umzäunt – und das aus einem guten Grund: Das Gebäude fiel buchstäblich auseinander.
Anjo: Es gab auch unerwartete Herausforderung, wie zum Beispiel den Betonboden. Wir waren unsicher, ob man den Beton so weit nach oben pumpen könnte. Und wie schafft man es, schwere Gegenstände ins oberste Stockwerk zu transportieren? Diese Überlegungen hatten großen Einfluss auf das Interior, zum Beispiel auf die Größe des Aufzugs und der Treppe.

Mehr lesen

Ihr habt euch bei der Renovierung für “I’M Architects” entschieden. Warum sie?

José: “I’M Architects” hatte für die Gemeinde schon einige Projektstudien zum Silo angefertigt. Sie waren also mit dem Gebäude vertraut. Außerdem passten ihre Designvorschläge perfekt zu der Vision, die wir für die Transformation des Silos und den Erhalt des Charakters hatten.

Wie würdet ihr den Charakter des Silos nach der Renovierung beschreiben?

Anjo: Ich würde ihn, vor allem anderen, als industriell beschreiben. Abgesehen davon war es uns wichtig, dass das Design alle unsere Wünsche und Vorstellungen erfüllen würde. Wir haben versucht, für jeden erdenklichen Nutzen eine Lösung zu integrieren, damit es ein entspannendes, energieeffizientes und funktionales Heim wird. Und ich glaube, dass haben wir auch gut geschafft.

Wie habt ihr es geschafft, ein solch rohes, industrielles Gebäude in ein gemütliches Zuhause zu verwandeln?

Anjo: Indem wir in unserem offenen Raum viele verschiedene, kleine Ecken kreiert haben – gemütliche Spots, in denen wir entspannen können.
José: Der Raum fühlte sich wie unser Zuhause an, nachdem die Küchen eingebaut worden waren. Auf einmal konnten wir uns eine gute Tasse Kaffee machen und unsere Gäste blieben länger bei uns. Der häufige Besuch hat die weitere Renovierung zwar tricky gemacht, aber eine Küche macht einen Raum erst richtig lebenswert.

Mehr lesen

Die Küche befindet sich in der Mitte eures Lebensraums. Was war die Idee hinter diesem Design?

Anjo: Keuken Atelier designte die Küche zusammen mit Siemens – mit der Idee, ein funktionales Statement im Raum zu kreiern, dass alle unsere Bedürfnisse deckt. Wir haben beispielsweise zwei Geschirrspüler integriert. Nicht, dass wir so viel Geschirr besitzen – aber wir haben in unserem vorherigen Zuhause oft erlebt, dass der Geschirrspüler noch nicht ausgeräumt war, wenn wir neues dreckiges Geschirr angehäuft hatten. Mit zwei Geräten kannst du das dreckige Geschirr jederzeit einräumen und die Küche und das Haus aufgeräumt und organisiert halten.

Fühlt sich die Küche denn nun auch an wie das Herz des Hauses?

Anjo: Definitiv! Deshalb haben wir uns auch Barhocker gekauft. Denn unsere Küche ist wirklich der Mittelpunkt dieses Gebäudes. Wir lieben es, hier viel Zeit zu verbringen. Es ist schön, gemeinsam an der Kücheninsel zu sitzen, wenn einer von uns kocht und der andere ein Buch liest oder Musik hört.

Habt ihr ein Lieblingsessen?

Anjo: Ich liebe Spargel. Und da er gerade Saison hat, kann die Küche ihr ganzes Potenzial unter Beweis stellen. Wir nutzen den Dampfbackofen, um die Kartoffeln zu garen, kümmern uns in der Zwischenzeit um den Spargel und schneiden den Schinken und ehe man sich versieht, hat man ein köstliches Gericht gezaubert.

Im oberen Stockwerk habt ihr auch eine Küche?

Anjo: Das stimmt. Die untere Küche ist fürs Kochen da, die obere eher für schnelle Lösungen. Etwa, wenn wir schnell eine Erdnusssoße aufwärmen wollen, wenn wir ein Barbecue auf dem Dach ausrichten. Oder, wenn wir uns ein Bier holen wollen, ohne komplett ins Erdgeschoss gehen zu müssen. Die untere Schublade des Küchenblocks hat genau die Größe eines Bierkastens.

Mehr lesen

In einem solch alten Gebäude muss man sich auf moderne Technologien verlassen, um ein komfortables und effizientes Leben führen zu können. Welche Entscheidungen habt ihr diesbezüglich getroffen?

José: Nachhaltige Geräte und Systeme zu nutzen, war für uns sehr wichtig. Eine entscheidende Frage war, wie wir das gesamte Gebäude nachhaltig heizen können. Wir haben uns für einen 1.000 Liter fassenden Hydraulikspeicher und Solarpanelen auf dem Dach entschieden. So können wir die natürliche Wärme der Sonne bestmöglich nutzen.
Anjo: Wir haben uns auch für für ein Smart Home-Betriebssystem entschieden, das sehr vielfältig ist und mit vielen verschiedenen Technologien kompatibel ist. Wir können ihm beispielsweise sagen, dass es das Licht im Esszimmer einschalten soll, wenn der Backofen fertig ist. Es kann im Obergeschoss auch ein Fenster schließen oder ein Licht ausschalten, wenn wir schon mit einem Bein aus der Haustüre sind. Wir müssen dann nicht mehr die Treppe hoch.

Was gefällt euch am besten daran, in einem alten Silo zu leben?

Anjo: Wir haben sehr viel Privatsphäre, trotz der großen Fenster. Wir haben nie das Gefühl, dass uns jemand beobachtet – obwohl ich mir sicher bin, dass einige Menschen zu uns hochschauen. Auf unserem Dach brüten Wanderfalken. Dadurch kommt es vor, dass Vogelbeobachter mit ihren Ferngläsern schauen, ob der Falke daheim ist. Gerade ist er das aber nicht, ich muss die Menschen also leider enttäuschen.
José: Man kann das Wetter von hier oben viel besser beobachten. Die ganzen verschiedenen Arten von Wolken und Wetterlagen faszinieren mich inzwischen. Manchmal können wir Wetterphänomene beobachten, die nach wenigen Sekunden wieder verschwinden. Davon Zeuge zu werden, ist ein einzigartiges Erlebnis.

Es ist interessant, dass euer modernes, industrielles Silo euch auf diese Art der Natur näher gebracht hat…

Anjo: Wir nehmen die Jahreszeiten in unserem Haus ganz anders wahr – einfach dadurch, dass es so viele Fenster gibt. Egal, ob die Blätter von den Ästen fallen oder alles wieder grün wird: Wir bekommen es sofort mit.
José: Wenn wir am Fenster sitzen und einer vor uns etwas in der Entfernung entdeckt, was uns interessiert, laufen wir direkt los. Unser Silo ist ein sehr dynamischer Ort.

Mehr lesen

Siemens Home Connect – Eine Welt voller Möglichkeiten
Das Schließen des Dachfensters aus dem Erdgeschoss oder die Deckenbeleuchtung des Esszimmer, die mit einem Aufleuchten signalisiert, dass der Backofen fertig ist: Mit ihrem Smart Home-System haben Anjo und José ihr historisches “Grijze Silo” zu einer funktionalen Heimat gemacht. Mehr Inspirationen für ein vernetztes, innovatives Zuhause finden Sie auf Siemens Home Connect – Ihr Alltag wird Augen machen!

Mehr lesen

Kommentare

Kommentar schreiben
* Pflichtfelder

0 Kommentare

Scroll to top