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Hongkong is calling: Zwischen Hightech und Urban Gardening

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15.08.2017

Giulia und Kevin leben den Traum vieler Großstädter

In ihrem Konzepthaus ECO1 hängen Früchte von der Dachterrasse und Kartonlampen von der Wohnzimmerdecke.

Living in Hongkong: Das ist global Business, die ikonische Skyline im futuristischen Blade-Runner-Stil und der sich ständig ändernde Lifestyle. Doch dann: Szenenwechsel – nur 25 Minuten vom Stadtzentrum entfernt liegt Discovery Bay, ein Teilgebiet der Insel Lantau. Hier herrscht ein Fahrverbot für Autos, es gibt Golf Carts und den riesigen Nationalpark, der sich großzügig über die Insel streckt. Hier leben der Architekt und Designer Kevin Chu und seine Frau Giulia Dibonaventure.

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Recycling – Mehr als eine Einstellung

Sobald Kevin mit seiner Firma COC Design an Projekten arbeitet, hat er auch immer die Umwelt im Blick – sei es als direkter Einfluss durch ihre organischen Formen, als Lieferantin von nachhaltigen oder neu interpretierbaren Materialien oder als Maßstab für den okölogischen Einfluss von architektonischen Strukturen. Als Paar leben Kevin und Giulia die von COC Design entwickelten Ideen in ihrem Zuhause: Sie haben nicht nur einen großen Garten auf dem Dach ihrer Wohnung, in dem sie 80 Prozent ihres Gemüses anbauen, ein Großteil ihres Zuhauses besteht zudem aus recycelten Materialien. Somit wohnen die beiden in einer grünen Oase inmitten der Beton- und Stahlkonstruktionen der Großstadt.

Alles begann mit der Wohnung: “Als wir sie kauften, entschieden wir, all diese Ideen umzusetzen”, erinnert sich Kevin. Wenn man zur Miete wohnt, kann man schließlich nur sehr bedingt Einfluss auf die Gestaltung der Wohnräume nehmen. “Hier können wir uns austoben”, ergänzt Giulia. Die aufgeschlossene Frau mit Lockenmähne stammt selbst aus einer Familie, die Mensch und Umwelt schon immer sehr geschätzt haben. “Das geht Hand in Hand – wenn du deine Umwelt respektierst, dann respektierst du auch deine Mitmenschen”, sagt sie. Bei Kevin war das etwas anders. Seine Familie macht sich nicht viel aus Recycling und Co. “Bevor ich Giulia traf, designte ich zwar Dinge, die von der Umwelt beeinflusst waren, aber nachhaltig war ich nicht wirklich.” Erst mit der Liebe wuchs also auch das aufrichtige Interesse an Nachhaltigkeit. Schließlich holt sich Kevin seine Inspiration aus der Natur. Früchte kann er also nur ernten, wenn er nach ihren Idealen lebt, weiß Giulia.

ECO1 ist der Versuch, etwas zu verändern

So sehr der Ansatz der beiden gefällt, stellt sich immer wieder die Frage: Weshalb Hongkong? Doch Giulia versichert unserem Team, dass man schnell im Grünen ist. Die Wildnis liegt quasi vor der Tür: “Wir können uns glücklich schätzen, dass wir so weit draußen wohnen – vom Fenster aus kann ich den Wald sehen”, schwärmt sie. Und wie sieht nun so ein Tag im ‘Konzepthaus ECO1’ aus? Er beginnt mit klassischer Arbeitsteilung. Während Kevin auf dem Dachgarten nach dem Rechten sieht und sich um die Pflanzen kümmert, bereitet Giulia alles für das Mittag- und Abendessen vor. “Wir lieben gutes Essen und Kochen tun wir beide gern”, lacht Giulia, wobei die gebürtige Italienerin gern die Oberhand in der Küche übernimmt. Wenn’s ums kreative Arbeiten geht, setzt Kevin auf Auszeiten in der Natur. Dann geht er auch gern Wandern und macht kleine Entdeckungsreisen. “Draußen finde ich jede Menge Inspiration: Ich schaue mir Pflanzen oder Tiere an und lasse diese Eindrücke in meine Designs einfließen.” Mit einem normalen Bürojob wäre der Workflow der beiden nicht möglich. Von Zuhause aus arbeiten, sich die Zeit einteilen und sich den Alltag eben nicht von der Großstadt vorgeben lasse, ist ein großes Privileg, weiß Kevin.

Was baut man auf einer Dachterrasse eigentlich so alles an? “Rucola, Grünkohl, Auberginen, Tomaten, Basilikum, Thymian und noch weitere Kräuter”, zählt Kevin stolz auf. “Tomaten! Die sind hier schwierig zu bekommen, wenn man sie nicht selbst anbaut”, ruft Giulia ums Eck. ECO1 ist der Versuch, den landwirtschaftlichen Ansatz in die Stadt zu bringen. Mit Kevins Firma setzen die beiden diese Vision im Kleinen um. Für Hongkong ist das Projekt ziemlich einzigartig. Doch nicht jeder in der Stadt kann einen solchen Garten auf dem Dach heranziehen, weiß Kevin. Auch die Inneneinrichtung ist kein typischer Großstadt-Schick: Lampen aus Karton, ein Bücherregal aus Styropor, der Einsatz einer Spanplatte. “Im kommerziellen Sektor werden Materialien durchaus wiederverwendet, aber für die Einrichtung zu Hause ist das nicht gefragt, weil die Leute denken, dass es billig ist oder nicht gut aussieht. Außerhalb von Hongkong gibt es aber einen internationalen Trend hin zur Wiederverwertung von Materialien für die Innenausstattung von Wohnräumen”, erklärt Kevin.

Connect heißt verbinden – Verbindungen schaffen Zeit

Es gibt etwas, worin sich Giulia und Kevin sehr unterscheiden: High-Tech und neue Technologien. Kevin liebt es, Altes und Neues miteinander zu verbinden: “Momentan arbeite ich an einer Virtual-Reality-Darstellung von Gebäuden, in die Kunden quasi schon einmal hingehen können, um zu sehen, was ich da mache.” Neue Materialien spielen dabei eine ebenso wichtige Rolle. “Ich will immer genau wissen, was es Neues gibt und wie es funktioniert.” Diesen Trend verfolgen immer mehr Anhänger, denn Nachhaltigkeit und Technologie müssen sich nicht ausschließen. Achtsamkeit – nach Innen wie nach Außen. Mit der Siemens Home Connect Technologie sind wir heute in der Lage, mit unserem Zuhause zu interagieren, dank WLAN-fähigen Siemens Hausgeräten und der Home Connect App. So bleibt mehr Zeit für wirklich wichtige Projekte. Jetzt mehr erfahren!|sear|1217|cpc|goo|BrandHomeCon|Brand|text|search

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