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Die Levante Küche: Der Food Trend 2018

Foodtrends

20.04.2018

1001 Aromen aus Nahost

Wie die levantinische Küche die westliche Restaurantwelt erobert

Sie ist ein Synonym für das kulinarische Verschmelzen zweier Esskulturen und lässt Foodie-Herzen höher schlagen: Die Fusionsküche gehört seit Jahren zu den bestimmenden Trends der Gastronomieszene. Nun geht in europäischen Restaurants ein neuer kulinarischer Stern auf. Behält der jährlich erscheinende “Food Report” des renommierten Zukunftsinstitutes Recht, ist von London über Berlin bis Paris und Rom bald die “Levante Küche” in aller Munde. In ihr fusioniert die alte Tradition der arabischen Küche mit neuen Ideen der experimentierfreudigen Gastronomieszene Israels.

Die levantinische Küche: Viel mehr als Falafel oder Hummus

Die Wurzeln der Levante Küche liegen an der östlichen Mittelmeerküste in Ländern wie Israel, Syrien oder Jordanien. Sie ist überwiegend vegetarisch geprägt und gilt als gesund und vielfältig. Hierzulande schon länger bekannte Speisen sind beispielsweise Falafel, Hummus oder Bulgurgerichte. Dass der kulinarische Horizont der levantinischen Küche aber weit darüber hinausgeht, beweist unter anderem Yotam Ottolenghi. Der aus Jerusalem stammende Koch gehört in London zu den bedeutendsten Vertretern der dynamischen Esskultur – und das, obwohl er in seinen Restaurants und Delis selbst gar nicht klassisch levantinisch kochen lässt. Ein Widerspruch, der sich leicht erklären lässt: Ottolenghis Fusionsküche zieht zwar viel Inspiration aus klassischen arabischen Gerichten. Gleichzeitig bricht er aber mit ihnen und erfindet sie neu. Die frischen Interpretationen traditioneller Speisen aus dem Nahen Osten sind letztlich das, was die Levante Küche auszeichnet und ihr Faszination verleiht.

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Mezze: kleine, abwechslungsreiche Gerichte

Neu ist unter anderem, dass – ähnlich wie bei spanischen Tapas – viele kleine Speisen ein vollwertiges Essen ergeben. Mezze heißen die abwechslungsreichen, geselligen Gerichte, die man in kleinen Schälchen serviert und mit Fladenbrot isst. Neben der Geschmacksexplosion durch Gewürze wie Kardamom oder Kumin ist die Kultur des Teilens charakteristisch für Mezze. Das gemeinsame Genießen und Beisammensein steht im Vordergrund.

Typische Mezze sind unter anderem:

  • Scheikh Al-Mahshi: Auberginen- oder Zucchinihälften mit einer Mischung aus Hackfleisch, Pinienkernen und verschiedenen Gewürzen.
  • Schakshuka: Israelisches Nationalgericht aus Zwiebeln, Tomaten, Paprikaschoten und pochierten Eiern.
  • Ful: Ein einfaches, vegetarisches Gericht aus gekochten Saubohnen – mit Knoblauch und verschiedenen Gewürzen abgeschmeckt.

Mit ihren vielfältigen aromatischen Speisen ist die Levante Küche international auf dem Vormarsch. Dass dieser Trend in Zukunft verstärkt auch nach Deutschland schwappen wird, liegt nicht zuletzt an den Geflüchteten aus Syrien und dem Irak, die ihre Esskultur mit nach Deutschland bringen. Aber auch junge Einwanderer aus Israel werden ihr kulinarisches Know-how zukünftig in die kleinen Mezze-Schälchen zaubern.

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